Alpin Notruf: 140
Clusterübung und zwei Einsätze

Clusterübung und zwei Einsätze

Ein intensives Wochenende absolvierten Bergretter und Bergretterinnen am vergangenen Wochenende am Schneeberg. Am Samstag stand eine „Clusterübung“ mit rund 50 Teilnehmern aus sechs verschiedenen Ortsstellen (Grünbach, Hohe Wand, Pernitz, Puchberg, Triestingtal und Wien) auf dem Programm. Geübt wurde unter anderem der Lawinen-Einsatz, auch mit Unterstützung der Hundestaffel, sowie eine Personenrettung von einem vereisten Grat.

Gleich zwei Einsätze forderten zudem die Teams der Ortsstellen Puchberg und Wien: Am Samstag musste eine unterkühlte Person von Bergrettern der Ortsstelle Wien am Hochschneeberg versorgt und in´s Tal gebracht werden. Am Sonntag wurden drei verirrte Skitourengeher aus einem Latschenfeld gerettet. Unterstützt wurden die Ortsstelle Puchberg hier von der „Libelle“ des Innenministeriums (Flugpolizei), die zwei Bergretter zum Einsatzort flog, sodass diese die drei unverletzten Bergsteiger in´s Tal bringen konnten.

Ein herzliches Dankeschön allen Einsatzkräften sowie den Teams der umliegenden Ortsstellen für die kollegiale Zusammenarbeit!

Bilder: Bergrettung Puchberg

Nächtlicher Sucheinsatz

Nächtlicher Sucheinsatz

Eine gemeinsame Suchmannschaft aus Bergrettern der Ortsstelle Puchberg und der Alpinpolizei konnten am vergangenen Wochenende zwei Jugendliche im Bereich des unteren Herminensteiges unverletzt auffinden und in´s Tal bringen. Zunächst hieß es noch, dass eine weitere Zweier-Gruppe abgängig sei, denn die Jugendlichen waren zunächst zu viert aufgebrochen. Doch noch während der nächtlichen Suchaktion meldet sich einer der beiden telefonisch und gab an, bereits zu Hause zu sein.

Unterstützt wurden die Suchmannschaften durch eine Drohnengruppe sowie zwei Hundeführer mit Suchhunden. „Der Einsatz hat wieder gezeigt, wie gut die Teamarbeit funktioniert. Bereits kurz nach der Alarmierung konnten nach der Lagebesprechung und Gruppeneinteilung in der Bergrettunszentrale die Suchteams ausrücken“, berichtet Ortsstellenleiter Gerhard Lesch, der diesen Einsatz geleitet hat.

Bild: Bergrettung Puchberg Archiv

Aktuell: Eisige Verhältnisse am Schneeberg!

Aktuell: Eisige Verhältnisse am Schneeberg!

Bitte diese keinesfalls unterschätzen!

Auch wenn der Schneeberg aktuell weitgehend schneefrei aussieht, herrschen in einer Höhe m ab ca. 1400m Seehöhe oft winterliche Verhältnisse durch Schmelzwasser, Regen, Schnee, Wind und Kälte. Diese führen zu einem erhöhten Gefahrenpotenzial besonders durch Eis und harten Altschnee. Viele Steige in exponierten Lagen und schattenseitig werden dadurch anspruchsvoller und gefährlicher.
Aktuelle Einsätze zeigen: Bergsteiger können an vereisten Stellen oft nicht mehr weiter und der selbständige und ungesicherte Abstieg ist extrem gefährlich. So mussten zuletzt innerhalb weniger Tage fünfmal Einsatzmannschaften zu später Stunde Personen – oft bereits unterkühlt – aus unwegsamem und vereistem Gelände bergen.
Bitte daher die Grundregeln der Tourenvorbereitung beachten:
o Anerkannte Apps oder Tourenführer zu Rate ziehen
o Zeitangaben der Wegkreuzungen beachten und lieber mehr Zeit einplanen
o Auch die richtige Ausrüstung inklusive festes Schuhwerk mit Steigeisen oder Grödeln (rechtzeitig anziehen!) gehört zu einer Wintertour
o Wind- und Wetterverhältnisse genau beobachten: Einige Wetter-Apps geben die „gefühlte“ Temperatur an, die aufgrund des Windes oft deutlich unter der gemessenen liegt.
Gemeinsam sicher am Berg – und wieder in´s Tal!

Fotos: Karl Tisch/Bergrettung Puchberg

Nacht-Einsatz am Nandlgrat

Nacht-Einsatz am Nandlgrat

Alarmierung für die Bergrettung Puchberg am Montag um 23.30 Uhr: Zwei Bergsteiger setzten den Notruf ab. Sie waren bereits seit dem Vormittag auf dem Schneeberg unterwegs und konnten schließlich mit Hilfe des Hubschraubers mit Nacht-Suchgerät im Bereich Nandlgrat geortet werden. Der Such- und Bergetrupp der Bergrettung Puchberg traf auf die beiden oberhalb der Riesshütte und brachte sie mit Seilsicherung und Hilfe der Gebirgstrage zum Wanderweg, von wo aus sie mit dem Einsatz-KfZ weiter in´s Tal gebracht und dem Rettungsdienst des Roten Kreuzes übergeben wurden. 

„Ein herzliches Dankeschön an alle Einsatzkräfte, die sich die Zeit genommen haben, zu helfen“, sagt Einsatzleiter Karl Tisch am frühen Morgen nach Einsatzende. 

Bild: Faiman/Bergrettung Puchberg 

 

Drei schwierige Einsätze an einem Tag

Drei schwierige Einsätze an einem Tag

Am28. Dezember 2023 leistete die Mannschaft der Bergrettung Puchberg in den Nachmittags- und Abendstunden kurz hintereinander drei schwierige Einsätze.

Zunächst versuchte ein Bergsteiger über den „Nandlgrat“ auf den Hochschneeberg aufzusteigen. Der Felsrücken zwischen der „Breiten Ries“ und der „Roten Schütt“ weist einige Kletterpassagen auf, die im Winter meist von Schnee bedeckt sind und aktuell in den in schattseitigen Bereichen hart gefroren sind. In ca. 1600 Metern Höhe beschloss der Bergsteiger aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit und der Schwierigkeiten des Geländes umzukehren. Dabei rutschte er aus und stürzte ca. 100 Meter in den Bereich der „Roten Schütte“ ab. Aufgrund von Nebel war zunächst unklar, ob eine Bergung mittels Hubschrauber möglich war, und die Mannschaft war bereits für einen terrestrischen Einsatz einsatzbereit. Schließlich konnte der verletzte Bergsteiger jedoch vom Notarzthubschrauber C17 (Stützpunkt St. Michael/Stmk.) per Tau gegen 15.10 Uhr geborgen und in ein Krankenhaus zur weiteren Versorgung geflogen werden.

Nahezu zeitgleich meldete ein Wanderer im Bereich des Ausstiegs vom Fadensteig starke Brustschmerzen. Eine Mannschaft wurde zunächst von der eigens dafür in Betrieb genommenen Salamander-Sesselbahn samt Material zur Bergstation auftransportiert, von wo sie möglichst rasch zum Patienten aufstiegen, Angesichts des langen und schwierigen Abtransportes wurden noch die Nachbarortsstellen Grünbach und Hohe Wand sowie einige Mitglieder der Alpinpolizei alarmiert. Dank der hohen  Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit  gelang es schließlich der Einsatzmannschaft des NAH C17 durch „Anstützen“ im steilen Gelände bei einsetzender Dunkelheit die erkrankte Person in den Hubschrauber zu bringen und zum zwischenzeitlich beleuchteten Fußballplatz Puchberg zu fliegen. Von dort wurde der Patient nach Erstversorgung zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus geflogen.

Um 18.15 wurde die Mannschaft dann erneut alarmiert: der Bruder eines Bergsteigers meldet diesen als vermisst, nachdem er tagsüber Fotos vom Aufstieg auf den Schneeberg geschickt hatte. Von Bergrettern waren am Nachmittag zuvor drei Personen, darunter vermutlich die vermisste Person, im Bereich Luxboden gesichtet worden. Eine Suchmannschaft fand das abgängige Trio schließlich 19.20 Uhr oberhalb der Haltestelle Baumgarten durchnässt und körperlich im hohen Maße erschöpft. Alle drei hatten bei ihrer Tourenplanung die nötige Kondition unterschätzt, es fehlte auch an Notausrüstung sowie Erfahrung im winterlichen Gelände. Einen Notruf konnten sie von ihrem Ort aus aufgrund fehlender Netzabdeckung nicht absetzen.

Herzlichen Dank allen EInsatzkräften und Unterstützern!

Foto: Nächtliche Suchaktion (Kratzer/BR Puchberg)

 

Alpine Übung und ein Einsatz am Hochschneeberg

Alpine Übung und ein Einsatz am Hochschneeberg

Das erste September-Wochenende stand bei der Bergrettung Puchberg im Zeichen der alljährlichen „Sommerübung“. Dabei sollen alpine Bergetechniken wie eine Bergung mit der Gebirgstrage oder Seiltechniken mit Flaschenzug geschult und trainiert werden. Schon am ersten Tag der für zwei Tage anberaumten Übung musste diese für einen Einsatz unterbrochen werden: Eine Person war im Abstieg vom Hochschneeberg gestürzt und hatte sich eine Kopfverletzung zugezogen. Ein Einsatzteam brach sofort von der Übung zur verletzten Person auf und konnte diese versorgen. Aufgrund von Nebels im Bereich Gipfel/Hackermulde schien zunächst eine Bergung und Abtransport durch den ÖAMTC-Notarzthubschrauber unmöglich, sodass die Trage für den „Realeinsatz“ bereits vorbereitet war. Durch die sich bessernde Witterung konnte die Person dann mittels Taubergung ausgeflogen werden.

Am zweiten Tag führten die Bergretter dann wie geplant eine Einsatzübung mit Simulation einer Bergung im alpinen Gelände durch.

Fotos: Bergrettung Puchberg

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