Alpin Notruf: 140
Nächtlicher Sucheinsatz

Nächtlicher Sucheinsatz

Eine gemeinsame Suchmannschaft aus Bergrettern der Ortsstelle Puchberg und der Alpinpolizei konnten am vergangenen Wochenende zwei Jugendliche im Bereich des unteren Herminensteiges unverletzt auffinden und in´s Tal bringen. Zunächst hieß es noch, dass eine weitere Zweier-Gruppe abgängig sei, denn die Jugendlichen waren zunächst zu viert aufgebrochen. Doch noch während der nächtlichen Suchaktion meldet sich einer der beiden telefonisch und gab an, bereits zu Hause zu sein.

Unterstützt wurden die Suchmannschaften durch eine Drohnengruppe sowie zwei Hundeführer mit Suchhunden. „Der Einsatz hat wieder gezeigt, wie gut die Teamarbeit funktioniert. Bereits kurz nach der Alarmierung konnten nach der Lagebesprechung und Gruppeneinteilung in der Bergrettunszentrale die Suchteams ausrücken“, berichtet Ortsstellenleiter Gerhard Lesch, der diesen Einsatz geleitet hat.

Bild: Bergrettung Puchberg Archiv

Aktuell: Eisige Verhältnisse am Schneeberg!

Aktuell: Eisige Verhältnisse am Schneeberg!

Bitte diese keinesfalls unterschätzen!

Auch wenn der Schneeberg aktuell weitgehend schneefrei aussieht, herrschen in einer Höhe m ab ca. 1400m Seehöhe oft winterliche Verhältnisse durch Schmelzwasser, Regen, Schnee, Wind und Kälte. Diese führen zu einem erhöhten Gefahrenpotenzial besonders durch Eis und harten Altschnee. Viele Steige in exponierten Lagen und schattenseitig werden dadurch anspruchsvoller und gefährlicher.
Aktuelle Einsätze zeigen: Bergsteiger können an vereisten Stellen oft nicht mehr weiter und der selbständige und ungesicherte Abstieg ist extrem gefährlich. So mussten zuletzt innerhalb weniger Tage fünfmal Einsatzmannschaften zu später Stunde Personen – oft bereits unterkühlt – aus unwegsamem und vereistem Gelände bergen.
Bitte daher die Grundregeln der Tourenvorbereitung beachten:
o Anerkannte Apps oder Tourenführer zu Rate ziehen
o Zeitangaben der Wegkreuzungen beachten und lieber mehr Zeit einplanen
o Auch die richtige Ausrüstung inklusive festes Schuhwerk mit Steigeisen oder Grödeln (rechtzeitig anziehen!) gehört zu einer Wintertour
o Wind- und Wetterverhältnisse genau beobachten: Einige Wetter-Apps geben die „gefühlte“ Temperatur an, die aufgrund des Windes oft deutlich unter der gemessenen liegt.
Gemeinsam sicher am Berg – und wieder in´s Tal!

Fotos: Karl Tisch/Bergrettung Puchberg

Nacht-Einsatz am Nandlgrat

Nacht-Einsatz am Nandlgrat

Alarmierung für die Bergrettung Puchberg am Montag um 23.30 Uhr: Zwei Bergsteiger setzten den Notruf ab. Sie waren bereits seit dem Vormittag auf dem Schneeberg unterwegs und konnten schließlich mit Hilfe des Hubschraubers mit Nacht-Suchgerät im Bereich Nandlgrat geortet werden. Der Such- und Bergetrupp der Bergrettung Puchberg traf auf die beiden oberhalb der Riesshütte und brachte sie mit Seilsicherung und Hilfe der Gebirgstrage zum Wanderweg, von wo aus sie mit dem Einsatz-KfZ weiter in´s Tal gebracht und dem Rettungsdienst des Roten Kreuzes übergeben wurden. 

„Ein herzliches Dankeschön an alle Einsatzkräfte, die sich die Zeit genommen haben, zu helfen“, sagt Einsatzleiter Karl Tisch am frühen Morgen nach Einsatzende. 

Bild: Faiman/Bergrettung Puchberg 

 

Drei schwierige Einsätze an einem Tag

Drei schwierige Einsätze an einem Tag

Am28. Dezember 2023 leistete die Mannschaft der Bergrettung Puchberg in den Nachmittags- und Abendstunden kurz hintereinander drei schwierige Einsätze.

Zunächst versuchte ein Bergsteiger über den „Nandlgrat“ auf den Hochschneeberg aufzusteigen. Der Felsrücken zwischen der „Breiten Ries“ und der „Roten Schütt“ weist einige Kletterpassagen auf, die im Winter meist von Schnee bedeckt sind und aktuell in den in schattseitigen Bereichen hart gefroren sind. In ca. 1600 Metern Höhe beschloss der Bergsteiger aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit und der Schwierigkeiten des Geländes umzukehren. Dabei rutschte er aus und stürzte ca. 100 Meter in den Bereich der „Roten Schütte“ ab. Aufgrund von Nebel war zunächst unklar, ob eine Bergung mittels Hubschrauber möglich war, und die Mannschaft war bereits für einen terrestrischen Einsatz einsatzbereit. Schließlich konnte der verletzte Bergsteiger jedoch vom Notarzthubschrauber C17 (Stützpunkt St. Michael/Stmk.) per Tau gegen 15.10 Uhr geborgen und in ein Krankenhaus zur weiteren Versorgung geflogen werden.

Nahezu zeitgleich meldete ein Wanderer im Bereich des Ausstiegs vom Fadensteig starke Brustschmerzen. Eine Mannschaft wurde zunächst von der eigens dafür in Betrieb genommenen Salamander-Sesselbahn samt Material zur Bergstation auftransportiert, von wo sie möglichst rasch zum Patienten aufstiegen, Angesichts des langen und schwierigen Abtransportes wurden noch die Nachbarortsstellen Grünbach und Hohe Wand sowie einige Mitglieder der Alpinpolizei alarmiert. Dank der hohen  Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit  gelang es schließlich der Einsatzmannschaft des NAH C17 durch „Anstützen“ im steilen Gelände bei einsetzender Dunkelheit die erkrankte Person in den Hubschrauber zu bringen und zum zwischenzeitlich beleuchteten Fußballplatz Puchberg zu fliegen. Von dort wurde der Patient nach Erstversorgung zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus geflogen.

Um 18.15 wurde die Mannschaft dann erneut alarmiert: der Bruder eines Bergsteigers meldet diesen als vermisst, nachdem er tagsüber Fotos vom Aufstieg auf den Schneeberg geschickt hatte. Von Bergrettern waren am Nachmittag zuvor drei Personen, darunter vermutlich die vermisste Person, im Bereich Luxboden gesichtet worden. Eine Suchmannschaft fand das abgängige Trio schließlich 19.20 Uhr oberhalb der Haltestelle Baumgarten durchnässt und körperlich im hohen Maße erschöpft. Alle drei hatten bei ihrer Tourenplanung die nötige Kondition unterschätzt, es fehlte auch an Notausrüstung sowie Erfahrung im winterlichen Gelände. Einen Notruf konnten sie von ihrem Ort aus aufgrund fehlender Netzabdeckung nicht absetzen.

Herzlichen Dank allen EInsatzkräften und Unterstützern!

Foto: Nächtliche Suchaktion (Kratzer/BR Puchberg)

 

Alpine Übung und ein Einsatz am Hochschneeberg

Alpine Übung und ein Einsatz am Hochschneeberg

Das erste September-Wochenende stand bei der Bergrettung Puchberg im Zeichen der alljährlichen „Sommerübung“. Dabei sollen alpine Bergetechniken wie eine Bergung mit der Gebirgstrage oder Seiltechniken mit Flaschenzug geschult und trainiert werden. Schon am ersten Tag der für zwei Tage anberaumten Übung musste diese für einen Einsatz unterbrochen werden: Eine Person war im Abstieg vom Hochschneeberg gestürzt und hatte sich eine Kopfverletzung zugezogen. Ein Einsatzteam brach sofort von der Übung zur verletzten Person auf und konnte diese versorgen. Aufgrund von Nebels im Bereich Gipfel/Hackermulde schien zunächst eine Bergung und Abtransport durch den ÖAMTC-Notarzthubschrauber unmöglich, sodass die Trage für den „Realeinsatz“ bereits vorbereitet war. Durch die sich bessernde Witterung konnte die Person dann mittels Taubergung ausgeflogen werden.

Am zweiten Tag führten die Bergretter dann wie geplant eine Einsatzübung mit Simulation einer Bergung im alpinen Gelände durch.

Fotos: Bergrettung Puchberg

Alpine Notlage am Herminensteig

Alpine Notlage am Herminensteig

Anfang August mussten zwei stark unterkühlte Personen vom Oberen Herminensteig geborgen werden

Alarmierung für die Bergrettung Puchberg um 1.42 Uhr für eine Personenbergung: Einsatzleiter Karl Tisch berichtet: „Zunächst war nicht klar, wo sich die beiden verirrten Personen befanden. Zugleich mit der Alarmierung der Mannschaft für einen Sucheinsatz wurde der Polizeihubschrauber „Libelle Alpha“ für die Unterstützung der Suche angefordert.“ Nach dem Telefonat mit einer der Personen konnte das Suchgebiet im Bereich Oberer Herminensteig/Schneidergraben eingegrenzt werden.

Die Einsatzmannschaft fuhr mittels KfZ bis Station Baumgartner und stieg bis zum Damböckhaus auf, um von oben in den Herminensteig einzusteigen. Mittlerweile konnte die Alpinpolizei die Personen sichten. Weitere Telefonate ergaben, dass eine Person bereits stark unterkühlt war, starke Schmerzen hatte und bewusstlos zu werden drohte. Ein Bergretter konnte dann mit Unterstützung der „Libelle Alpha“ und Suchscheinwerfer zu den beiden Personen absteigen und die Erstversorgung vorzunehmen. Beide Personen waren bei Ankunft des Bergretters ansprechbar, unverletzt, unterkühlt, vor allem da ihre Kleidung vom Regen durchnässt war. „Beide Personen wurden an Ort und Stelle stabilisiert und aufgewärmt“, schildert Tisch weiter. Als Einsatzleiter hatte er in der Zwischenzeit die Ortsstellen Reichenau und Grünbach nachalarmiert; auch weitere Einsatzkräfte aus Puchberg kamen um 4.30 mit dem Salamanderzug auf den Hochschneeberg nach.

„Auf Grund der Erschöpfung sowie nicht geeignetet Ausrüstung für einen Abstieg im hochalpinen Gelände wurde bei Tagesanbruch eine Taubergung mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 3 durchgeführt“, sagt Tisch. Die beiden Personen waren am Vortag nur mit Sportschuhen und ohne Regenschutz erst in den Nachmittagsstunden zur Bergtour aufgebrochen und konnten gegen 22.00 Uhr am Oberen Herminensteig nicht mehr weiter. Sie suchten zunächst in einem Felsunterschlupf Schutz, lösten dann gegen 2.00 Uhr morgens wegen Erschöpfung und Unterkühlung den Alarm aus.

„Alle Einsatzkräfte haben erneut ihr Können unter schwierigen Bedingungen unter Beweis gestellt“, zeigt sich Karl Tisch voll des Lobes für die Mannschaft. Herzlichen Dank an dieser Stelle an unsere Nachbarortsstellen Grünbach und Reichenau, die Alpinpolizei, das Team des Christophorus-Notarzthubschraubers sowie der Salamander Schneebergbahn für die hervorragende Zusammenarbeit.

Fotos Tisch, Kratzer/Bergrettung Puchberg

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