Ziel vieler Wanderer am Schneeberg ist das Gipfelkreuz: In 2076m Höhe steht es auf dem höchsten Punkt in Niederösterreich. Seit 1961 ist es ein Metallkreuz, zuvor stand dort ein Holzkreuz. „Aufgrund der extremen Witterung, die das Kreuz jährlich aushalten muss, gehört es regelmäßig gewartet und saniert“, sagt Karl Tisch. Der Einsatzleiter der Bergrettung Puchberg hat es sich auch zur Aufgabe gemacht für den Erhalt des Kreuzes zu sorgen. Die dringend nötigen Sanierungen erfolgten kürzlich bei extremen Bedingungen, wie sie im Herbst am Schneeberg durchaus vorkommen können.
Beachtet bitte, dass das Gewicht der „Liebesschlösser“ die Erdung beschädigt, die nun erneuert werden musste, ebenso wurde das Kreuz von unschönen Aufklebern befreit. Genießt das Gipfelerlebnis bitte ohne dort etwas anzubringen! „Als nächstes müssen noch die 60 Stück fehlenden Nieten am Kreuz ergänzt werden“, sagt Tisch. Unterstützung erhält Tisch bei seinen Arbeiten von vielen freiwilligen Helfern aus der Region, auch Ortsstellenleiter Gerhard Lesch packte mit an. Ebenso zählt Michael Scheffer, Hüttenwirt auf der Fischerhütte und ebenfalls Bergretter, zu jenen, die bei Bergrettungs- und Arbeitseinsätzen regelmäßig mithelfen.
Der Bereich um das Gipfelkreuz war und ist allerdings auch immer wieder Einsatzort für die Versorgung verletzter Bergsteiger. Allein zwischen Ende September und Mitte Oktober erlitten drei Wanderer im Abstieg vom Gipfelbereich Knöchelverletzungen. Achtet daher bei allen Touren auf die jeweiligen Wetter-Bedingungen sowie auf gute Kondition und festes Schuhwerk: Ausrutschen ist eine der häufigsten Unfall-Ursachen im Gebirge!
Eine schöne Herbst-Wandersaison wünscht das Team der Bergrettung Puchberg!
Bild: BR Puchberg