18. Okt. 2019
Ein Bergsteiger hatte sich am Sonntag, 13. Oktober 2019, im Gebiet des Herminensteiges verstiegen und leicht verletzt. Nachdem er die Nacht über biwakiert hatte, alarmierte er Montag Früh die Einsatzkräfte der Bergrettung. „Da um diese Zeit viele unserer freiwilligen Bergretter beruflich unabkömmlich sind, habe ich sofort die Nachbar-Ortsstellen Grünbach und Hohe Wand mit-alarmieren lassen“, berichtet Einsatzleiter Manfred Schönthaler von der Ortsstelle Puchberg.
Auf diese Weise konnte rasch ein Einsatz-Trupp aus 14 Mann plus einer Alpinpolizistin zusammengestellt werden. Da sich der verletzte Bergsteiger in unwegsamen und nur schwer zugänglichen Gebiet befand, wurde eine Hubschrauber-Bergung versucht. Auf Grund starken Nebels konnte der in Wien stationierte zuständige „Heli“ des Innenministeriums jedoch nicht starten, sodass die Rettung aus der Luft aus Graz kam. Mittels Taubergung wurde der leicht verletzte Bergsteiger geborgen. „Ein herzliches Dankeschön nochmals an unsere Nachbar-Ortsstellen für die sofortige Unterstützung“, sagt Schönthaler.
7. Aug. 2019
Einsätze in den Sommer-Monaten

Durch die Alarmierung mittels SMS wissen Bergretter unmittelbar nach dem Absetzen eines Notrufes, wo jemand ihre Hilfe benötigt. Erst Anfang August rutschte eine Wanderin am Faden (nahe dem Almreserlhaus) aus und brach sich den Knöchel. Die alarmierte Dienstmannschaft nahm die Erstversorgung vor. Um eine rasche Schmerztherapie und einen schonenenden Abtransport zu ermöglichen, erfolgte der Abtransport durch den ÖAMTC-Notarzthubschrauber – die Patientin konnte so in kürzester Zeit im Spital behandelt werden .
Danke an dieser Stelle allen Kameraden für ihre ständige Einsatz-Bereitschaft!
22. Nov. 2017
Bergrettung holt Wanderer bei Sturm vom Schneeberg
Ein glückliches Ende fand am Montag eine Wanderung für zwei Wiener. Nach einer unfreiwilligen Nacht auf der Fischerhütte konnten die Beiden bei Sturm und Nebel von der Bergrettung ins Tal gebracht werden.
Die beiden Freunde trafen sich am Sonntag um über den Wurzengraben auf den Schneeberg aufzusteigen. Sie erreichten die Fischerhütte am Nachmittag. Da Nebel Sturm und Schneetreiben ihnen den Rückweg unmöglich machte, riefen sie kurz vor Einbrechen der Dunkelheit über den Alpinnotruf 140 die Bergrettung Puchberg. Einsatzleiter Gerhard Lesch riet ihnen in Absprache mit der Alpinpolizei, die Nacht im Winterraum der Fischerhütte zu verbringen und sich zu melden, wenn sie am nächsten Tag den Abstieg in Angriff nehmen.
Nach einer eisigen Nacht war es den Männern aufgrund des etwa 80 km/h starken Sturmes, der Eis und Schnee waagrecht vor sich hertrieb, ebenfalls unmöglich den Gipfelbereich zu verlassen. Die Retter fuhren mit dem Einsatzfahrzeug bis zur Haltestelle Baumgartner, zu welcher die Zufahrt mit dem Auto gerade noch möglich war um von dort aus weiter zu Fuß zu den Männern aufzusteigen. „Beim Baumgartner hätte man gemütlich eine Schneeballschlacht machen können, 300 Meter weiter oben haut dir der Sturm die Eiskristalle um die Ohren“, so Lesch über die anspruchsvolle Wettersituation.
Die Bergretter trafen die Wiener in der Fischerhütte an und geleiteten sie sicher ins Tal. „Wenn man sich dort oben nicht auskennt oder nur ein paarmal dort war, kann man sich unmöglich orientieren, wenn die Sicht weg ist. Du kannst drei Meter neben der Fischerhütte vorbei gehen ohne die Hütte zu sehen! Es ist gut, dass die Beiden uns
gerufen haben“, gibt der Einsatzleiter der Bergrettung Puchberg zu bedenken.
Die beiden Freunde waren alpin erfahren und gut ausgerüstet. Auch die Wettersituation war ihnen nicht unbekannt. „Sie haben den Schneeberg falsch eingeschätzt. Wenn der Wetterbericht sagt, dass das Wetter schlecht wird, dann ist es dort oben meistens schlechter“, so Lesch.

6. Aug. 2017
Zweiter nächtlicher Sucheinsatz binnen einer Woche
Am Vormittag des 05. August stiegen die 37-jährige P. und ihre 36-jährige Begleiterin von Schneebergdörfl über die Bürklehütte und den Nandlgrat bis zur Fischerhütte auf. Der Abstieg war über den Herminensteig geplant. Aufgrund der unterschiedlichen konditionellen Verfassungen trennten sich die beiden Frauen im Abstieg auf dem oberen Herminensteig, hielten jedoch telephonisch Kontakt. Dieser brach jedoch gegen 17:00 aufgrund des leeren Handyakkus von P. ab.
Die jüngere der beiden Frauen dürfte sich verstiegen haben und anstatt über den unteren Herminensteig abzusteigen, geriet sie in den angrenzenden Schneidergraben. Als sie bei ihrem in Schneebergdörfl abgestellten KFZ eintraf, musste sie feststellen, dass ihre Freundin auch nach längerem warten dort nicht eintraf. Aus diesem Grund wandte sie sich an die nächstgelegenen Anwohner, die in weiterer Folge die Bergrettung Puchberg verständigten.
In kurzer Zeit war eine erste Einsatzmannschaft zusammengestellt und auf dem Weg Richtung Herminensteig und Schneidergraben. Auch zwei Beamte der AEG Neunkirchen, unterstützten vor Ort die Einsatzmannschaften der Bergrettung. Zur Lokalisation der Abgängigen wurde der Hubschrauber des BMI angefordert, der mit einer Wärmebildkamera ausgestattet, einen Suchflug durchführte, jedoch nach kurzer Zeit aufgrund einer aufziehenden Gewitterfront abbrechen musste. Zwischenzeitlich waren fünf Mannschaften der Bergrettung im Einsatzgebiet strategisch im Gelände verteilt. In Anbetracht der Situation wurden zu diesem Zeitpunkt, gegen 23:30, die Vorkehrungen für die Fortsetzung des Sucheinsatzes am nächsten Tag getroffen. Kurz darauf kam per Funk die freudige Nachricht, dass einer unserer Kameraden Ruf- und Sichtkontakt mit P. herstellen konnte. Ab diesem Zeitpunkt machte sich bei allen Beteiligten Erleichterung sichtlich bemerkbar, vor allem bei der Begleiterin der Gesuchten, die während des Einsatzgeschehens in der Zentrale der Bergrettung Puchberg wartete und hoffte.

Mit 19 Mann im Einsatz, zwei davon von der AEG Neunkirchen, sowie Unterstützung vom Hubschrauber des Innenministeriums konnte gegen 01:30 des 06. August das Einsatzende gegeben werden.

5. März 2017
Kaum bekannte Felswand wird Sportler zum Verhängnis
Am frühen Nachmittag des 05. März ereignete sich ein folgenschwerer Kletterunfall in Puchberg am Schneeberg. Das Ausbrechen eines Griffes aus einer wenig bekannten Kletterroute führte zum tragischen Tod eines jungen Sportlers aus dem Bezirk Oberpullendorf.
Aus einem Kletterführer haben vier junge Sportler aus dem Burgenland von den sog. Hengstwänden erfahren, die sie sich am 05. März 2017 näher ansehen wollten. Die Felswände liegen im Gemeindegebiet von Puchberg am Schneeberg, in der Nähe des unteren Hengstweges am Ende des Hengsttales und weisen einen Schwierigkeitsgrad von bis zu 7 (nach UIAA) auf.

Gegen 11:00 trafen die vier Freunde bei bedecktem Himmel an besagter Stelle ein und machten sich daran, die Kletterwand näher zu erkunden. Drei der vier warteten jew. am Wandfuß bzw. sicherten, während einer nach dem anderen, am Seil gesichert, die Wand erklomm und sich anschließend abseilte. Von dem leichten Regen, der am frühen Nachmittag aufkam, ließen sich die Kletterer jedoch nicht abhalten.
Als G. dabei war, im Vorstieg die Wand zu durchsteigen, dürfte ihm ein Griff ausgebrochen sein und dabei eine etwa 50 cm im Durchmesser große Felsplatte losgerissen haben. Diese fiel in weiterer Folge 10 bis 12 Meter die Felswand hinab und traf den am Wandfuß sichernden F. am Kopf. Seine Begleiter alarmierten umgehend die Bergrettung Puchberg, welche sich unverzüglich mit einer 9-köpfigen Mannschaft auf den Weg machte. Auch die ortsansässige Allgemeinmedizinerin Dr. Karin Pietsch wurde sofort verständigt. Beim Eintreffend der Einsatzkräfte wurde umgehend mit den Reanimationsmaßnahmen begonnen, welche erfolglos eingestellt werden mussten. Nachdem klar war, dass die schwere Kopfverletzung zum Tod von F. geführt haben dürfte, wurde der angeforderte Notarzthubschrauber storniert und die weitere Bergung durch den Hubschrauber des Innenministeriums veranlasst.

2. Jan. 2017
Was bringt das neue Jahr?
In den frühen Morgenstunden des 01.01.2017 wurde die Bergrettung Puchberg von einem Wanderer gerufen, der sich am Hochplateau des Schneebergs verstiegen war. Durch gute Zusammenarbeit mit der Ortsstelle Wien konnte der Wanderer sobald als möglich in Sicherheit gebracht werden.

So hatte sich der 27-jährige den Jahreswechsel auf Niederösterreichs höchstem Berg wahrscheinlich nicht vorgestellt: Am späten Nachmittag des Silvester-Tages wollte K. von Schneebergdörfl über die Station Baumgartner in Richtung Fischerhütte aufsteigen. Aufgrund der Dunkelheit dürfte sich der Wiener allerdings im Bereich zwischen Damböckhaus und Stall verstiegen sein und sich im Bereich Ausstieg oberer Herminensteig wiedergefunden haben. Nachdem er mehrere Stunden lang die Fischerhütte gesucht hatte, setzte der gebürtige Brasilianer einen Hilferuf via Notruf Nö ab.
Alarmierung erreichte Einsatzkräfte noch bevor das neue Jahr eine Stunde alt war.
Um 00:53 Uhr wurde die Ortsstelle Puchberg zu einer Suchaktion gerufen. Dank der bekannten Koordinaten von K. konnte er mittels des Hubschraubers des BMI mit einer Wärmebildkamera rasch aufgefunden und in Richtung Damböckhaus geleitet werden. Gleichzeitig brach eine Mannschaft der Ortsstelle Wien, die die Silvesternacht auf der Krempelhütte verbracht hatten, in Richtung Fischerhütte auf, um von dort aus das Damböckhaus zu erreichen.
Nachdem die Einsatzkräfte bei dem leicht unterkühlten und glücklicherweise unverletzten Wanderer eingetroffen waren, wurde beschlossen, gemeinsam auf die Krempelhütte zurückzukehren. In den frühen Morgenstunden trafen die Wiener Bergretter mit K. auf ebendieser ein und verbrachten dort die restliche Nacht. Gegen Mittag des Neujahrtages wurde der 27-jährige nach Losenheim begleitet und zu seinem Fahrzeug nach Schneebergdörfl gebracht, von wo aus er die weitere Heimreise selbstständig antrat.