Alpin Notruf: 140

Die letzte Woche, geprägt von herrlichem Herbst-Wanderwetter, war für die Bergrettungs-Ortsstelle Puchberg eine fordernde: Nach einer Übung am ersten Herbst-Wochenende mit Rettungs-Techniken in einer stellen Felsrinne, wurde in den darauffolgenden Tagen täglich der Alpine Notruf im Schneeberggebiet ausgelöst: Erschöpfte und/oder verletzte Wanderer mussten zum Teil während der Nachtstunden aufgefunden, erstversorgt und in´s Tal gebracht werden.

Daher denkt bitte bei allen Touren daran: Mit dem Herbst verändern sich die Bedingungen am Berg sehr rasch! Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und Wetterumschwünge können schnell spürbare Auswirkungen haben. Gerade vermeintlich bekannte oder technisch einfache Touren sollten deshalb nicht unterschätzt werden.

Die Bergrettung Puchberg empfiehlt daher, Touren hinsichtlich Länge, Schwierigkeit und Kondition realistisch zu planen, den aktuellen Wetterbericht zu berücksichtigen und ausreichend Zeitreserven einzuplanen. Zur Grundausstattung gehören festes Schuhwerk, der Witterung entsprechende Kleidung, ausreichend Wasser und Verpflegung sowie ein geladenes Mobiltelefon. Besonders im Herbst sollte die verbleibende Tageslichtzeit bereits bei der Tourenplanung berücksichtigt werden.

Digitale Karten, GPS, Wetterinformationen und Standortübermittlung haben die Sicherheit am Berg deutlich erhöht. Im Notfall kann das Mobiltelefon entscheidend dazu beitragen, Personen rasch zu lokalisieren. Digitale Routenvorschläge sollten im alpinen Gelände jedoch immer auf ihre Plausibilität geprüft werden. Eine Navigations-App kann bei der Orientierung unterstützen, ersetzt aber weder Tourenplanung noch Erfahrung, Kondition und Eigenverantwortung.

Fotos: Tisch/Barta, Bergrettung Puchberg