Alpin Notruf: 140
Bitte extreme Vorsicht wegen Lawinengefahr am Schneeberg!

Bitte extreme Vorsicht wegen Lawinengefahr am Schneeberg!

Bitte extreme Vorsicht wegen Lawinengefahr am Schneeberg!

Die Lawinengefahr ist derzeit erheblich! Bereits heute Freitag wurden im Bereich Fadenweg zwei Lawinen durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst! „Auch die Querung am Fadensteig sollte man derzeit meiden: hier liegen große Mengen an Triebschnee auf einer sehr harten Schicht. Es lauert auch in vielen bei Tourengehern beliebten Bereichen wie Wurzengraben oder Schneegraben die Gefahr von Schneebrettern“, warnt der Einsatzleiter der Bergrettung Puchberg, Karl Tisch. 

Neben den Schneebedingungen hat starker Wind die Lawinengefahr zusätzlich erhöht, sodass große Lawinen zu erwarten sind. In höheren Lagen muss vor allem der Triebschnee beachtet werden, der sich durch die laufenden Schneezuwächse und aufgrund des überaus stürmischen Windes gebildet hat. „Eine Schneebrettauslösung kann bereits durch die geringe Zusatzbelastung eines einzelnen Tourengehers oder durch Fernauslösungen erfolgen“, so Tisch.

Wichtig für Skitourengeher und Schneeschuhwanderer ist auch, dass außerhalb des gesicherten Skiraums (geöffnete Pisten) die notwendige Schutzausrüstung verwendet wird. Dabei muss immer ein eingeschaltetes (!) LVS (Lawinenverschüttetensuchgerät) am Körper getragen werden sowie eine Schaufel und eine Sonde im Rucksack mit dabei sein. Auch ein Lawinenairbagrucksack steigert die Überlebenschancen bei einem Lawinenabgang. Jedoch ist nicht nur das Vorhandensein der Schutzausrüstung wichtig, sondern es muss auch der Umgang damit regelmäßig geübt werden. „Die beste Ausrüstung hilft einem nicht, wenn der Umgang damit nicht geübt wurde“.

Fotos: Peter Groß

 

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Weihnachtsgrüße der Ortsstelle Puchberg

Weihnachtsgrüße der Ortsstelle Puchberg

Ein Frohes Fest, Gesundheit und viele schöne Berg-Erlebnisse im Neuen Jahr wünschen die Bergretterinnen und Bergretter der Ortsstelle Puchberg!

Ein ganz besonderes Jahr auch für die Bergrettung Puchberg neigt sich dem Ende zu. „Wir haben auf Grund der Pandemie im heurigen Jahr einige außergewöhnliche Regeln und Vorgehensweisen bei Einsätzen einhalten müssen. Im Einsatzleiterteam sind wir jedoch überaus stolz und zufrieden mit den der Mannschaft durchgeführten Einsätzen“, sagt der Einsatzleiter der Ortsstelle Puchberg, Karl Tisch.

Auf diesem Wege möchte sich die Ortsstellenleitung bei allen Mitgliedern für ihre Leistungen bei Einsätzen und Bereitschaftsdiensten sowie für die vielen Arbeitsstunden im vergangenen Jahr bedanken – nicht zuletzt dadurch ist unsere Diensthütte bei der Breiten Ries ein Schmuckstück und zugleich wichtige Ausgangsbasis für den Bergrettungsdienst am Schneeberg. 

Wir Bergretterinnen und Bergretter aus Puchberg sagen auch DANKE unseren Förderern und Unterstützern genauso unseren Familien und Freunden, die viel Verständnis für unser ehrenamtliches Engagement aufbringen! 

Bild: G. Lesch

100 Prozent Einsatzbereitschaft – auch in herausfordernden Zeiten!

100 Prozent Einsatzbereitschaft – auch in herausfordernden Zeiten!

100 Prozent Einsatzbereitschaft – auch in herausfordernden Zeiten! 2

Die aktuelle Covid-Situation hat auch auf den Bergrettungsdienst Auswirkungen: unter anderem dürfen wir derzeit im neuen Lockdown keine Schulungen oder Übungen durchführen. Auch für Einsätze gibt es besondere Hygiene-Richtlinien einzuhalten, etwa beim Mannschaftstransport. Die Situation hat jedoch keinerlei Einfluss auf unsere Einsatzbereitschaft! Selbstverständlich sind wir rund um die Uhr ehrenamtlich verfügbar, falls wir zu einem Einsatz am Berg gerufen werden.

Schon in den Wochen vor dem neuen Lockdown haben die Puchberger Bergretter und Bergretterinnen regelmäßig in Kleingruppen technische Übungen abgehalten: Die ersten Schneefälle im Oktober wurden zum Beispiel für Lawinen-Übungen genutzt oder bei den Bereitschaftsdiensten die Seiltechnik geübt.

„Wir üben regelmäßig und rufen uns das in der Ausbildung Gelernte immer wieder in Erinnerung. Gleichzeitig überprüfen wir dabei, ob die Ausrüstung in gutem Zustand ist und funktioniert, gerade jetzt in der Vorbereitung auf die kommende Wintersaison“, sagt Benedikt Faiman, Ausbildungsleiter in der Ortsstelle Puchberg. „Wegen Covid-19 haben wir in Puchberg in den vergangenen Monaten unseren Schwerpunkt auf kleine Gruppenübungen im Freien gelegt, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten und wir üben auch selbständig zu Hause.“

Trotz des oft verlockenden Herbstwetters für Ausflüge und Wanderungen im Schneeberggebiet erinnern wir Puchberger Bergretter und Bergretterinnen daran, dass gerade die kalte Jahreszeit viele alpine Gefahren birgt: Dazu zählen die früh einbrechende Dunkelheit genauso wie eisige Stellen auf Wanderwegen! Um die Wanderung auch genießen zu können, sollte die Tour also gut geplant und nur mit entsprechender Kondition und Ausrüstung unternommen werden.

Dieser Beitrag erscheint dieser Tage auch in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Puchberger Franzerl“ der Gemeinde Puchberg am Schneeberg. Herzlichen Dank an Monika Gschaider und das Team vom Tourismusbüro für die gute Zusammenarbeit! Die ganze Ausgabe kann auch unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://www.puchberg.at/thema/nachrichten/

Bilder: Lawinenübung der Dienstgruppe 1 mit Ortstellenleiter-Stv. Lürgen Leitner bei einer Doline auf dem Hochschneeberg (oben); Ausbildungsleiter Benedikt Faiman (links); Martin Popper, Monika Heissenberger und Alexandra Hofer bei einer Seiltechnik-Übung im Bereich der Bürklehütte (unten); Fotos: Ch.Lechner/J.Leitner

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Alpinausbildung „SOMMER“ erfolgreich absolviert!

Alpinausbildung „SOMMER“ erfolgreich absolviert!

Die Corona-Situation stellt auch die Ausbildungen im Bergrettungsdienst vor neue Herausforderungen, vor allem da sie nur praktisch und in Teams stattfinden kann. Aus diesem Grund wurde der sonst alljährlich im Mai abgehaltene große Ausbildungskurs Sommer auf acht kleine Kurse in verschiedenen Ortsstellen der Bergrettung Niederösterreich/Wien aufgeteilt. Einer der Kurse fand auf der Flatzer Wand im Einsatzgebiet der Bergrettung Puchberg statt.

Mit dabei waren unser Ortsstellenleiter-Stv. Jürgen Leitner als Lehrwart (beim Kursteil in Mitterbach) sowie sechs Anwärter*innen: Martina Bock und Monika Heissenberger bzw. Philipp Buchegger und Jürgen Hollendohner haben damit einen wichtigen Schritt in der Ausbildung zum/zur Bergretter/in absolviert; Herbert Dergovits und Claus Gattinger konnten ihre Ausbildung abschließen und leisten nun als aktive Bergretter im Dienst der Ortsstelle Puchberg!

Zu den Ausbildungsinhalten der Alpinausbildung „Sommer“ gehören u.a. Bergungen im Steilgelände bzw. Fels mit der Gebirgstrage oder eine Nacht-Einsatzübung. „Aufgrund der aktuellen Covid-Bestimmungen arbeiteten wir diesmal in Gruppen zu maximal zehn Personen und bei allen Kursteilnehmern wurde täglich Fieber gemessen“, berichtet Jürgen Leitner. Besonders erfreulich aus der Sicht des Lehrwartes: Das hohe Niveau aller Anwärter für den Bergrettungsdienst, die bereits gute Kenntnisse in Seiltechnik oder alpinen Kenntnissen mitbringen. Alle Puchberger Anwärter hatten zuvor die Eignungsprüfung für den Kurs mit Bravour absolviert!

Foto: J. Leitner

Ausflugsgäste sicher in´s Tal gebracht

Ausflugsgäste sicher in´s Tal gebracht

Am Samstag, 3. Oktober kurz nach 13:00 Uhr musste die Salamander Schneebergbahn auf dem Abschnitt zwischen Station Baumgartner und Hochschneeberg wegen Orkanartiger Böen aus Sicherheitsgründen ihren Betrieb einstellen. Rund 250 Ausflugsgäste und Wanderer, die eigentlich mit dem „Salamander“ wieder in´s Tal fahren wollten, befanden sich zu dieser Zeit auf dem Plateau des Hochschneebergs. Die Bergrettung Puchberg wurde alarmiert, um die Gäste sicher zurück zu dem bei der Haltestelle Baumgarten wartenden Zügen zu bringen. Geleitet wurde der Einsatz seitens der Ortsstelle Puchberg von Roman Lechner aus dem Einsatzleiter-Team; rund 40 Bergretter aus Puchberg sowie den Ortsstellen Grünbach, Hohe Wand und Reichenau waren im Einsatz und begleiteten die Personen – darunter auch Kleinkinder oder Personen mit eingeschränkter Mobilität – sicher über den Zahnradbahnweg hinunter. Der zum Teil schwierige Abstieg brachte zwar einige der Gäste an ihre persönlichen Grenzen, alle nahmen den den unfreiwilligen Abstieg jedoch gelassen hin und niemand wurde verletzt. „Auch die Zusammenarbeit zwischen Bergrettung und den Mitarbeitern der Niederösterreichbahnen NÖVOG war einmal mehr hervorragend“, resümiert Ortsstellenleiter Gerhard Lesch. 

Bild: Bergretter im Anstieg zum Hochplateau, um Ausflugsgäste und Wanderer sicher zurück zu begleiten, nachdem die Salamander Schneebergbahn wegen des Sturmes im letzten Streckenabschnitt den Betrieb einstellen musste. 

 

Neue Terrasse für die Bürklehütte

Neue Terrasse für die Bürklehütte

Rechtzeitig vor dem Herbstbeginn ist sie fertig geworden: die neue Terrasse unserer Bürklehütte bei der Breiten Ries. Nach 23 Sommern und Wintern mit zum Teil extremen Temperaturschwankungen, großen Regen- und Schneemengen war die alte sanierungsbedürftig. In rund 150 Arbeitsstunden haben Kameraden der Ortsstelle Puchberg die alte abgebaut, Material auftransportiert und die neue Terrasse errichtet! Herzlichen Dank für den Arbeitseinsatz, ebenso an die Firmen Sägewerk Martin Jagersberger („Schwom“) und Schlosserei Bock für die Sachspenden. Das abgebaute Holz wird übrigens im Sinne der Nachhaltigkeit für kleine Reparaturarbeiten weiter verwendet.

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