Alpin Notruf: 140

Sucheinsatz am Schneeberg – Positives Ende nach 8 Stunden

 

Am Abend des 17. Mai wurde die Bergrettung Puchberg zu einem Sucheinsatz im Gebiet des Kuhschneebergs gerufen. Die Hüttenwirte der Edelweißhütte am Faden in Losenheim alarmierten gegen 19:30 die Bergrettung Puchberg, nachdem ein Nächtigungsgast nicht wie erwartet nach seiner Tour zurückgekehrt war.

 

Der 55-jährige Mann war am späten Vormittag, mit der Absicht am Abend wieder auf der Hütte zu sein, zu einer Wanderung in Richtung Fadenweg aufgebrochen. Seine Route führte ihn über den Kuhschneeberg auf das Klosterwappen und wieder retour Richtung Faden.

 

Nachdem der Wanderer in den Abendstunden nicht wie erwartet auf der Hütte eintraf, wurde die Bergrettung Puchberg verständigt. Nach Abklärung der Umstände wurde eine Einsatzmannschaft, unter Mithilfe der Nachbarortsstelle Grünbach, zusammengestellt und der Hubschrauber des Innenministeriums zu einem Suchflug alarmiert. Schnell wurde klar, dass sich die Suche in die späten Abend- bzw. Nachtstunden ziehen wird. Eine Handyortung konnte das Gebiet, indem sich die abgängige Person befinden musste, eingrenzen, welches anschließend durch etwa 20 Bergretter aus zwei Ortsstellen systematisch durchkämmt werden konnte.

 

Gegen 01:00 Uhr am 18. Mai, man hatte bereits Vorkehrungen für eine Weiterführung des Sucheinsatzes in den Morgenstunden getroffen, kam die Meldung, dass der Abgängige gefunden war. Er befand sich auf etwa 1460 Meter Seehöhe in einem Schneefeld zwischen dem Forstweg und den Frommbachwänden im sog. Märchenwald. Über die GPS-Koordinaten des Funkgerätes des Bergretters, der den Abgängigen gefunden hatte, konnten die weiteren Einsatzkräfte gezielt zu dem leicht verletzten geleitet werden. Mit leichten Abschürfungen, einem in Mitleidenschaft gezogenen Knie und ein wenig unterkühlt, konnte der Wanderer mittels KFZ der Bergrettung zur Edelweißhütte und weiter ins Tal verbracht werden.

 

Bild1

Ein Teil des Kuhschneeberges – des Suchgebietes.

 

Bild2

Die Lokalisation des Gesuchten mittels GPS-Koordinaten des Funkgerätes.