Lawinen bilden im Winter eine der größten Gefahren für Tourengeher im alpinen Bereich. Auch am Schneeberg kam es aufgrund der Wind- und Wettersituation Anfang Februar dieses Jahres zu einigen Lawinenabgängen etwa im Bereich der Lahningries oder des Fadenweges. Die Bergrettung Puchberg warnte daher auch auf Sozialen Medien vor Touren im freien Gelände!
Bei der gemeinsamen Bereichsübung zum Thema Lawineneinsatz mit den Nachbar-Ortstellen Grünbach und Hohe Wand am Ende der Semesterferien herrschten aufgrund der Schneelage entsprechend reelle Bedingungen, betont der Ausbildungsleiter-Stv. der Bergrettungs-Ortsstelle Puchberg Markus Alfanz . Geübt wurde in einem sicheren Bereich an drei verschiedenen Stationen: Bei Station eins ging es um die Kameradenrettung und das richtige Sondieren, um Verschüttete schnell auffinden zu können – hier zählt im Ernstfall jede Minute!
An der zweiten Station wurde der organisierte Lawineneinsatz simuliert, wobei unter anderem eine Sondierkette gebildet wird, um Personen auffinden zu können, die kein LVS-Gerät (Lawinenverschütteten-Suchgerät) bei sich haben.
Sind die verschütteten Personen einmal gefunden, so kommt es auf die richtige „Schaufeltechnik“ an, um sie rasch von den Schneemassen zu befreien. Dieses Freilegen der Personen sowie Wärmemanagement, Reanimation und die schonende Bergung unterkühlter Personen waren Thema an der dritten Station. Die Leitung der Übung erfolgte durch ein Lehrwarteteam der Landesleitung NÖ/Wien.
Fotos: BR Puchberg