Alpin Notruf: 140

Am Pfingstmontag verlor ein Bergsteiger im Abstieg im Bereich des Oberen Herminensteiges den Halt und stürzte mehrere Meter ab, wobei er Verletzungen an Kopf und Schulter erlitt. Aufgrund starken Windes war eine Bergung mittels Notarzthubschrauber (Taubergung) nicht möglich. Unter der Leitung des diensthabenden Einsatzleiters Manfred Schönthaler wurde der Verletzte von insgesamt zehn Einsatzkräften der Ortsstelle Puchberg mittels Gebirgstrage über eine Schotterrinne, den Schneidergraben, abgeseilt. Die Bergretter waren zum Teil in ihrem Bereitschaftsdienst vom Damböckhaus bzw. von der Fischerhütte zum Verletzten abgestiegen, weitere wurden vom ÖAMTC-Notarzthubschrauber am Plateau abgesetzt und stiegen von dort ebenfalls zum Verletzten ab. Auch ein weiterer Versuch einer Taubergung musste wegen des anhaltenden starken Windes abgebrochen werden, sodass der Verletzte bis zur nächsten Forststraße weiter abgeseilt wurde. Von dort wurde er mit dem Einsatzfahrzeug Defender zu Tal gebracht und nach ärztlicher Versorgung an das Team der Rettung übergeben. „Unsere Mannschaft hat dabei wieder einmal mehr unter schwierigen Bedingungen eine super Leistung erbracht“, lautet das Resümee des Einsatzleiters der Ortsstelle Puchberg, Karl Tisch.